Facebook muss in den USA 5 Milliarden US-Dollar Strafe zahlen

Facebook muss in den USA 5 Milliarden US-Dollar Strafe zahlen

Nach monatelangen Verhandlungen kam die US-Regierung in puncto Facebook in Zusammenhang mit dem Datenskandal von und mit Cambridge Analytica endlich zu einem Entschluss, dass Facebook endlich eine Strafe zahlen muss.

5 Milliarden US-Dollar – Das ist die Strafsumme, die Facebook aufgrund des bisher ca. ein Jahr andauernden Prozesses um den Datenskandal in Zusammenhang mit Cambridge Analytica aufgrund des Urteils der “FTC” (“Federal Trade Commission”) zahlen muss.

Diese Summe ist gleichzeitig auch die bisher höchste Strafsumme, die ein Unternehmen bisher jemals zahlen musste. In der Vergangenheit galten die 22 Millionen US-Dollar, welche im Jahr 2012 an Google verhängt wurden, als das Maß aller Dinge.

Und dennoch: Trotz der erst mal recht hoch anmutenden Strafe gibt es bereits einige Kritiker, darunter auch das IT-Magazin “The Verge“, die die Entscheidung an sich zwar begrüßen, die Höhe der Summe allerdings lächerlich niedrig finden. Dabei berufen sie sich auf die Tatsache, dass nach der Urteilsbegründung die Facebook-Aktie nicht etwa wie erwartet gesunken, sondern sogar um satte 1,8 Prozentpunkte gestiegen sei.

Ob das Social Network diese Summe tatsächlich auch bezahlen muss, steht allerdings auch noch offen, denn der Prozess liegt noch in einer weiteren Instanz zur Begutachtung offen.

Social Media: Neues Gesetz zur Kennzeichnung von Werbung in Planung

Social Media: Neues Gesetz zur Kennzeichnung von Werbung in Planung

Viele von Euch werden es in den letzten Monaten garantiert mitbekommen haben, denn es war ja quasi nicht zu übersehen: Die nervigen Diskussionen rund ums Thema Kennzeichnung von Werbung in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram. Grundsätzlich ging es dabei aber immer nur um eine Frage: Ab wann ist etwas Werbung und ab wann muss ein Beitrag als Werbung gekennzeichnet werden?

Hier sorgte vor Allem der Fall von Cathy Hummels für Diskussionen, denn sie musste sich vor Gericht für Beiträge verantworten, für die kein Geld für die Platzierung des Produkts geflossen ist. Und die müssen dann eigentlich auch nicht als Werbung bezeichnet werden. Die Bundesregierung will diese Problematik in Zukunft ganz klar regeln.

Persönlich finde ich es gut, dass endlich ein Gesetz kommen soll, denn gerade auf Instagram und Co. hat sich ein Trend bei „Influencern“ aufgebaut: Es wird einfach pauschal alles als Werbung gekennzeichnet, wenn eine Marke in einem Beitrag zu ersichtlich ist. Das ist natürlich völliger Quatsch und widerspricht in ganzer Linie dem Sinn von Werbung, denn wenn man sich selbst was gekauft hat, ist das keine Werbung.

Das Problem hierbei ist allerdings, dass viele User Werbung seit einiger Zeit gar nicht mehr oder nur noch schwer erkennen können, weil die meisten Influencer einfach überall ein „Werbung“ hinklatschen. Die richtigen Werbebeiträge fallen hierdurch meistens gar nicht mehr auf, denn sie gingen mit den eigentlichen Posts unter, was teilweise sogar beabsichtigt war.

Das wiederum soll in Zukunft aber gesetzlich geregelt werden. Und hoffentlich sehen wir in Zukunft dann nur noch da ein „Werbung“ stehen, wo auch tatsächlich Geld geflossen ist.

Facebook muss in den USA 5 Milliarden US-Dollar Strafe zahlen

Facebook: Bundeskartellamt schränkt Datensammelwut stark ein

Es könnte ein entscheidender und wegweisender Fall werden: Das Bundeskartellamt schränkt die Sammlung und Verarbeitung von Nutzerdaten durch Facebook stark ein. Das Unternehmen kündigt bereits Widerstand gegen das Votum an.

Das Bundeskartellamt hat Facebook die Datensammlung außerhalb des Online-Netzwerks, zum Beispiel mit dem “Like”-Button, verboten, weil es darin unfairen Wettbewerb sieht. Facebook besitze in Deutschland eine marktbeherrschende Stellung und missbrauche sie, erklärte die Behörde. Facebook will sich gegen das Votum des Kartellamtes vor Gericht wehren. Es ist ein Fall, der durch die Verknüpfung von Datenschutz und Wettbewerbsaufsicht wegweisend werden könnte – und jahrelang durch die Instanzen geht.

Das Kartellamt untersagte Facebook auch, die auf fremden Websites gesammelten Daten mit Infos zusammenzuführen, die bei den Nutzern auf der Plattform des Online-Netzwerks selbst gesammelt wurden. Die Behörde betrachtet dabei auch zum Konzern gehörende Apps wie Instagram und WhatsApp als Drittquellen. Das Online-Netzwerk bekam ein Jahr Zeit, sein Verhalten zu ändern und muss innerhalb von vier Monaten Lösungsvorschläge präsentieren. Binnen eines Monats kann das Online-Netzwerk Beschwerde gegen die Entscheidung des Kartellamts beim Oberlandesgericht Düsseldorf einlegen.

Facebook bestreitet, eine marktbeherrschende Stellung zu haben

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“Facebook darf seine Nutzer künftig nicht mehr zwingen, einer faktisch grenzenlosen Sammlung und Zuordnung von Nicht-Facebook-Daten zu ihrem Nutzerkonto zuzustimmen”, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt (Foto). Die Kombination von Daten aus dem sozialen Netzwerk und von externen Internetseiten habe “ganz maßgeblich” dazu beigetragen, dass Facebook eine marktbeherrschende Stellung erlangt habe.

Facebook kontert, das Online-Netzwerk sei zwar beliebt, habe allerdings keine marktbeherrschende Stellung. Man verstoße auch nicht gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Außerdem seien für die Aufsicht über ihre Einhaltung die Datenschutzbehörden und nicht Wettbewerbshüter zuständig.

Das Bundeskartellamt untersucht bisher nur die Datensammlung außerhalb der Facebook-Kernplattform – mit dem “Gefällt-mir”-Button oder dem Auswertungsdienst Facebook Analytics. Ein zentraler Kritikpunkt der Wettbewerbshüter aus Bonn ist, dass man der Datenerhebung “als Gesamtpaket” zustimmen muss, um Facebook überhaupt nutzen zu können.

Barley freut sich über Entscheidung

Justizministerin Katarina Barley hat den Kartellamtsentscheid gegen die Sammlung von Nutzer-Daten durch Facebook ausdrücklich begrüßt. “Facebook hat die Sammlung und Vernetzung von Nutzerdaten inzwischen weit über seine eigene Plattform hinaus ausgebaut”, sagte die SPD-Politikerin. “Die Schnittstellen des Konzerns greifen die Daten nicht nur bei den anderen Diensten des Konzerns ab, sondern auch bei zahlreichen Apps und Webangeboten von Dritten”, kritisierte sie.

Den Nutzern sei dieser Datenabfluss sehr oft weder bewusst noch könnten sie diesen verhindern, wenn sie die Angebote nutzen wollen. “Ich begrüße es daher nachdrücklich, dass das Bundeskartellamt diese massive Zusammenführung von Nutzerdaten nun auch unter kartellrechtlichen Gesichtspunkten geprüft hat und eine erhebliche Einschränkung dieser Praxis fordert”, sagte die Justizministerin. “Gegen den Missbrauch von Datenmacht müssen wir konsequent vorgehen.”

Facebook Messenger: Löschen bereits gesendeter Nachrichten nun möglich

Facebook Messenger: Löschen bereits gesendeter Nachrichten nun möglich

Bereits Ende 2018 haben wir darüber berichtet, dass Facebook damit begonnen hat, das Unsend-Feature zu verteilen. Das dauerte nun aber dann doch etwas länger, ab heute soll es für alle Nutzer verfügbar sein. Das heißt, dass man bereits versendete Nachrichten löschen kann. Hierfür hat man dann allerdings nur 10 Minuten Zeit.

Andere Chat-Teilnehmer sehen dann einen Hinweis, dass die Nachricht gelöscht wurde. Der Inhalt lässt sich nicht wiederherstellen, aber der Hinweis für andere bleibt sichtbar. Man kann eine Nachricht auch nur für sich selbst löschen, dann sehen es die anderen weiterhin, man selbst aber nicht.

Das neue Feature soll laut Facebook ab sofort weltweit für die Android– und iOS-App verfügbar sein. Es könnte für viele User sehr interessant werden.

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