Nintendo eShop: Vorbestellungen müssen nicht stornierbar sein

Nintendo eShop: Vorbestellungen müssen nicht stornierbar sein

Die norwegische Verbraucherschutzzentrale hat Nintendo vor Gericht gezogen, weil es im Nintendo eShop nicht möglich ist, Vorbestellungen zu stornieren. Da Nintendo of Europe in Deutschland stationiert ist, ging der Prozess vor ein Frankfurter Gericht. Auch die deutsche Verbraucherschutzzentrale hat sich hinter die Anklage gestellt. Jetzt allerdings fiel die Entscheidung.

Dem Urteil zufolge hat Nintendo hierbei gegen kein EU-Recht verstoßen und muss Vorbestellungen auch in Zukunft nicht stornierbar machen. Die Entscheidung wird seitens des Gerichts damit begründet, dass man mit dem Kauf und dem Vorab-Download des Spiels den Kaufvertrag erfüllt habe. Ganz anderer Meinung war jedoch die Gegenseite. Sie behauptete, dass allein damit kein Kaufvertrag erfüllt wurde, da das Spiel nicht gestartet werden könne. Im November 2019 gab es die Anhörung und kurz vor Weihnachten dann auch die Entscheidung. Aufgrund der Tatsache, dass der Prozess nicht öffentlich ausgetragen wurde, wurde die Entscheidung erst jetzt bekanntgegeben.

Die Verbraucherschutzzentrale Deutschland will den Fall vor dem Frankfurter Oberlandesgericht schlichten. Bis ein neuer Gerichtsprozess beginnt, wird es allerdings wohl noch mindestens eineinhalb Jahre dauern. Bis dahin müssen wir uns wohl oder übel weiterhin damit zufriedengeben, dass Nintendo keine Rückerstattung von Vorbestellungen einführen wird.

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München: Kunde verklagt O2 auf über 210.000 €

München: Kunde verklagt O2 auf über 210.000 €

Ein Kunde hat kürzlich den Mobilfunkanbieter “O2” auf 210.000 € verklagt. “So was kann doch nur in den USA passieren!” – Falsch gedacht, denn das Ganze spielt sich aktuell in der bayerischen Landeshauptstadt München ab.

Ein O2-Kunde aus München hat sich über Jahre hinweg große Summen an Rabatt-Guthaben angesammelt, das er nun ausgezahlt haben will.

Es ist durchaus ein sehr skurriler Fall: In München konnte ein O2-Kunde mit insgesamt 508 SIM-Karten ca. 20.000 Euro Rabatt-Guthaben erwirtschaften, welches er nun vom Provider ausbezahlt haben will. Möglich gemacht haben dies die Vorteile eines alten O2-Tarifs. Der Provider weigert sich allerdings, jedoch gibt auch der Kunde nicht auf. Deshalb muss sich aktuell auch das Oberlandesgericht München mit dem Fall befassen.

Die 508 SIM-Karten, welche sich im Besitz des Müncheners befinden, stammen noch aus einer Zeit, in der es noch keine Flatrates und All-Inclusive-Verträge für Handys gab. Damals rief O2 die Rabattaktion “Easy Money” ins Leben, mit der Kunden des dieses Tarifs zwei Cent pro eingehendem Anruf gutgeschrieben wurden. Damals musste O2 noch keine Angst haben, denn immerhin kosteten ausgehende Anrufe mit 9 Cent pro Minute deutlich mehr.

Womit O2 allerdings wohl nicht gerechnet hat, ist, dass viele der alten SIM-Karten weiterhin im Umlauf geblieben sind, nachdem die Allnet-Flats längst in den Alltag übergegangen sind. Dadurch konnten wohl einige Kunden wirklich ein positives Guthaben erwirtschaften.

Wiederholte Anrufe, welche dank Flatrates mittlerweile kostenlos bzw. inklusive sind, konnten einige Kunden tatsächlich erstaunlich viel Geld ansammeln. O2 selbst hat zwar schon im Jahr 2003 damit angefangen, einen solchen Missbrauch durch automatische Wahlwiederholungen nachzuverfolgen und betroffene SIM-Karten zu sperren – bei besagtem Kunden aus München hat der Mobilfunkanbieter dieses Vorgehen allerdings erst vor vier Jahren bemerkt und natürlich daraufhin die betroffenen SIM-Karten gesperrt.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Kunde allerdings schon sage und schreibe 210.000 Euro sowie 14.000 Euro Auflade-Guthaben angesammelt. Außerdem klagt der Münchener auf weitere 100.000 Euro Sammlerwert der alten SIM-Karten.

Experten schätzen die Chance, den Gerichtsprozess zu gewinnen, für beide Seiten auf 50%. Es bleibt also spannend, ob sich der Münchener tatsächlich ein kleines Vermögen generieren konnte oder nicht.

Telekom: StreamOn in der derzeitigen Form illegal

Telekom: StreamOn in der derzeitigen Form illegal

Jetzt ist es amtlich: das “StreamOn” gemannte Angebot der Deutschen Telekom ist in ihrer derzeitigen Version illegal. Zu diesem Entschluss kam das Oberverwaltungsgericht Köln am vergangenen Freitag.

Auch eine Beschwerde der Deutschen Telekom in Form eines Eilantrags gegen diese Entscheidung lehnte der 13. Senat des Oberverwaltungsgerichts ab. Das Urteil ist demnach unanfechtbar.

In einer Pressemeldung durch das Oberverwaltungsgericht Köln wurde das Urteil bestätigt: in der derzeitigen Form verstößt das “StreamOn”-Angebot der Deutschen Telekom gegen geltende Roaming-Regelungen sowie gegen den Grundsatz der Netzneutralität.

Die Telekom hat allerdings bereits reagiert und erklärt, dass man an dem Angebot grundsätzlich festhalten wolle, dieses Vorhaben allerdings Veränderungen an der bisherigen Version erfordere.

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